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März 2019

Neues aus Kummarigudem – Village of HOPE :

  • Fünf weiteren Familien wurden je eine Kuh mit Kälbchen gestiftet.
  • Gemeinsamer Besuch einer etablierten ZBNF Farm zwecks Erfahrungsaustausch und Feldbesichtigung
  • Zur jährlichen Dorfversammlung kamen viele lokale Akteure und Gäste aus der Bio-Szene.
  • Die Vernetzung schreitet voran! Der Goshala Trust (unsere Indische Partnerorganisation) und der neue Trainer unterstützt die Bauern bei der Vermarktung.
  • Weiterhin gibt es regelmäßige Schulungen im Dorf

Im Dorf finden die Schulungen am Abend statt, tagsüber wird es bis zu 43 Grad…

Januar 2019

Patrick Meyer-Glitza, ein Kuhexperte aus Norddeutschland und Monika Ratering von Sankranti e.V. waren zum Jahresbeginn in Kummarigudem, um mit den Bauern zu sprechen und die gestifteten Kühe mit ihren Kälbchen zu begutachten.
P.M. war insgesamt zufrieden. Beurteilt wird bei den Kühen die Gesamterscheinung, Hufe, Ohren, Fell, Augen, Nase, Euter, Dung etc. Vier bis fünf Kühe waren uns jedoch definitiv zu dünn. An den Themen „Haltung/ Anbinden und „Futter“ werden wir weiterhin arbeiten.

Patrick Meyer-Glitza begutachtet die Kühe und Kälber

November 2018

Am 29. November gab es im Bundestag eine Diskussionsrunde mit dem Ziel der Förderung von Agrarökologie und nachhaltigen Ernährungssystemen. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises Vandana Shiva lieferte hierzu aktuelle Informationen.

Monika Ratering, Sankranti e. V. und Vandana Shiva

 

In Indien und anderen Staaten des Himalayagebiets gibt es zunehmend ein gemeinsames Vorgehen, um die Natur in der Region und die Millionen Menschen dort zu schützen und unterstützen. Der indische Bundesstaat Sikkim ist im Anbau auf 100 % Bio umgestiegen und hat dafür gerade mehrere Auszeichnungen überreicht bekommen.
Andere Bundesstaaten wollen Sikkims Beispiel folgen (siehe Beitrag Juli 2018).

 

Oktober 2018

Anfang Oktober besuchte Rita Baum, Mitglied von Sankranti e.V., das Projektdorf Village of HOPE -Kummarigudem. Seit März 2018 coachen drei erfahrene, hiesige Trainer dreimal monatlich die Farmer in der neuen ZBNF Methode.

In dem folgenden 2-minütigen Video mit deutschen Untertiteln spricht sie mit einem der Trainer über den aktuellen Stand.
Er hat gute Neuigkeiten…!!!

Rita Baum im Gespräch mit Mr. Bashker (2 Min)   // 4 acres = 1,6 ha

Juli 2018

„Mutige Lösungen…“ heißt es in dem Artikel von Christiane Grefe bei ZEIT ONLINE.  In Indien findet derzeit tatsächlich ein massives Umdenken zum Thema Landwirtschaft statt.
Hier Neuigkeiten aus der Presse

Den gesamten Artikel finden Sie hier…

https://www.zeit.de/2018/27/landwirtschaft-kosten-lebensmittel-umwelt-un-bericht?wt_zmc=sm.ext.zonaudev.mail.ref.zeitde.share.link.x

 

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und weitere gute Nachrichten…

 

März 2018

„Eine Kuh…

…gilt als Geschenk, mit dem die größten Verdienste erworben werden!“  so sagen es viele Hindu-Schriften.
Die ZBNF- Anbaumethode basiert auf Kuhdung und -Urin der Indischen Giri Kuh. Daher sind die Kühe der Grundstein unseres Projekts.

Nun sind sie da, die vorerst 27 Kühe mit ihren Kälbchen.  Es werden noch mehr!  Am 4. März 2018 wurden sie in Kummarigudem feierlich ihren Familien übergeben.  Wir haben ein großes Dorffest mit allen Dorfeinwohnern und vielen Gästen gefeiert.

Die Freude war riesig!!!

Die gesamten Fotos und Videos (2018) werden aus Speicherplatzgründen nur noch auf Anfrage freigeschaltet: 

https://www.icloud.com/sharedalbum/de-de/#B0P532ODWGat7UC

Außerdem gibt es ein kurzes Video (je max. 30 Sek.) jeder Kuh bei Klick auf den Namen:
Viel Freude beim Anschauen!

All Cows1 All Cows2 All Cows3 Amma Lotti Amrita Gina Anne1 Anne2 Bhavani Naema Calf Anton Calf Gertrud Calf Nora Franka1 Franka2 Franka3 Ganga Monika Ganga Muhji1 Ganga Muhji2 Gauri Klixi</a Gina Gomukh Hanna Lakshmi Isha Merrit1 Isha Merrit2 Leana</a > Lucky Lydia Lucky Mali   Lucky Meika   Lucky Meika2   Mahalakshmi Maria1 Maria2 Marietta Marita1 Marita2 Nandini Grete Gretes home Pajuu Rahima1 Rahima2 Rahima3 Renate SaiRam Rita Sai Sophia1 Sai Sophia2 Swetha Uschi Yanomami

Drei erfahrene ZBNF-Trainer werden künftig alle zehn Tage Feldbesuche machen und Trainings geben. Außerdem werden workshops auf ZBNF-Farmen organisiert. Das erste Training fand bereits statt, der Trainer aus Andhra Pradesh war von dem Projekt mit 56 TeilnehmerInnen und dem Interesse begeistert!  Speziell die Frauen sind sehr interessiert.

Unsere indische Partnerorganisation, der Goshala Trust, hat sich auch in diesem Jahr als absolut verlässlich und engagiert erwiesen.

 

Indische Kühe

Schon in den ältesten indischen Schriften, den Veden, kommt in bildhafter Sprache die Kuh als Göttin vor, die Verkörperung der Erde, Prithivi Mata. Auch spätere hinduistische Schriften bezeichnen sie an einigen Stellen als Göttin. Besonders häufig tritt die Wunschkuh auf, die Erfüllerin der Wünsche mit dem Namen Kamadhenu.

Im ländlichen Bereich ehrt man Kühe an bestimmten Tagen, z.B. bei dem Lichterfest Divali oder zu Sankranti, dem Erntedankfest der Farmer. Dann werden sie geputzt, geschmückt und bekommen besonderes Futter.

Traditionell schlachten Hindus keine Rinder, der Verzehr von Rindfleisch ist ein Nahrungstabu.
In früheren Zeiten wurden Kühe, die keine Milch mehr gaben bis zu ihrem natürlichen Tod gefüttert.

 

Heilige Kuh, eine der fünf Göttlichen Mütter

Heutige Hindus begründen die besondere Stellung der Kuh damit, dass sie eine Mutter sei, die den Menschen alles zum Leben gebe. Sie gilt ihnen als Symbol der Fürsorge und Lebenserhaltung. Der Atharvaveda schreibt: „Die Kuh ist der Vishnu-Inkarnation Krishna zugeordnet. Gott Krishna nämlich wuchs unter Kühen auf und wurde von ihnen genährt und geschützt. Das Füttern einer Kuh gilt bis heute als Ritus, mit der der Gott Krishna verehrt wird.

In früheren Zeiten hatte die Kuh im Hinduismus tatsächlich wie Vishnu die Funktion des Erhalters; das Überleben der Menschen hing erheblich von ihr ab. So lieferte sie nicht nur Nahrung, sondern auch wertvollen Dünger, Behausung, Medizin und Arbeitskraft. Noch heute ist der Ochse (das männliche Rind) für viele arme Bauern in Indien das einzige Zugtier und damit die Stütze der Landwirtschaft; für Millionen in Städten und Dörfern ist ihr Dung das wichtigste Brennmaterial für das tägliche Kochen, zum Bau der Häuser ist er in den Dörfern unerlässlich. Man mischt ihn auch dem Wasser bei, mit dem man Haus und Hof reinigt, besonders auch den Platz für den Gottesdienst. Diese Reinigung findet nach Meinung gläubiger Hindus nicht nur auf der materiellen, sondern ebenso auf der spirituellen Ebene statt. Der Dung hat sich ferner als wirksames Insektizid erwiesen. Entsprechende Produkte werden heute gewerbsmäßig hergestellt. Dung und Urin von Rindern setzt die traditionelle Volksmedizin Ayurveda gegen verschiedene Krankheiten ein.

In Indien auf dem Land ist der Ochsenkarren immer noch ein verbreitetes Transportmittel

 

Wie man diese Medizin herstellt vermittelt der mit uns kooperierende Goshala Trust in wöchentlichen Workshops.
Eine Mischung aus Dung, Urin, Milch, Ghee und Joghurt unter dem Namen Panchagavya (Sanskrit, etwa „fünf Erzeugnisse der Kuh“) wird als biologisches Düngemittel, im Ayurveda und als Opferspeise (prasad) beim Tempeldienst verwendet.

*Sanjay Bashyam leitet (*laut Beitrag Deutschlandfunk Kultur vom 21.5.2015) einen Goshala, ein Kuhasyl, im Bundesstaat Rajasthan. Hier betreuen er und seine Mitarbeiter an die hundert Kühe – Tiere, die meist verstoßen wurden, weil sie krank, unfruchtbar, alt oder behindert sind. Sanjay Bashyams verstorbener Guru hatte seinen Anhängern immer wieder eingeschärft, sich dem Wohl der Kuh zu widmen – einer Spezies, die als Mutter des Universums und der Menschen gilt und von deren Bedeutung bereits diverse vedische Schöpfungsmythen zeugen. „Unser Guru sagte:

 

‚Wenn ihr Ruhe und Frieden auf dieser Erde sucht, dann wendet euch den Kühen zu. Umsorgt sie, begegnet ihnen mit Liebe!‘  

 

Wir haben uns das zu Herzen genommen. Was wir anstreben ist, allen Kühen, die in unseren Städten leben, einen Hort zu verschaffen, an dem man sich um sie kümmert.“

Die Kuh, betont der Betreiber der Goshala, sei das nützlichste Geschöpf der ganzen Welt und sie revanchiere sich für den Respekt, den die Gläubigen ihr bezeugten.

„Die Kuh macht uns fünf Geschenke: ihren Urin, der unter anderem in der Volksmedizin Anwendung findet. Ihren Dung, einen der wichtigsten Brennstoffe im ganzen Land. Dann gibt sie uns ihre Milch, sie versorgt uns mit Joghurt und mit Butter. Die fünf heiligen Produkte der Kuh schenken uns Gesundheit! In den letzten drei-, viertausend Jahren ist das Wissen um diese Dinge leider etwas verblasst. Aber wer sich umfassend mit alldem beschäftigt und sich das Ganze dann zu eigen macht, der kann in die sieben Galaxien des Bewusstseins eingehen!“

(mehr …)

Januar 2017

… führte der Goshala Trust in Kummarigudem ein Ayurveda-Medical-Camp mit fünf ayurvedischen Ärzten durch. Viele der Dorfeinwohner kamen, wurden untersucht und erhielten kostenlose ayurvedische Medikamente. Das Medical-Camp konnte Dank Eurer Spenden organisiert werden.    Fast alle Einwohner, die älter sind als 40 Jahre leiden unter sehr starken Gelenkschmerzen. Dies ist auf den hohen Fluoridgehalt im Grundwasser zurückzuführen. Das Grundwasser ist gleichzeitig auch Trinkwasser. Sankranti e.V. wird dem Dorf im Rahmen des Village of Hope– Projekts eine Wasseraufbereitungsanlage (genannt Waterplant) stiften. Im nächsten Jahr werden wir ein weiteres Camp durchführen, zu dem wir auch homöopathische Ärzte einladen.

Juni, Juli 2016

… während der Monsunzeit,  besuchten die Mitglieder unserer Indischen Partnerorganisation (Abk. Goshala Trust) das Dorf Kummarigudem und übergaben den Familien 330 Obstbäume, gestiftet von Sankranti e.V. – von EUCH!   Jede Familie erhielt 6 Bäumchen, die in drei Jahren erste Früchte tragen werden.

 

März 2016

…wurden weitere fünf Familien von Suizid-Opfern mit Spenden unterstützt. Die Familien stammten aus der Umgebung von Kummarigudem und wurden zur Dorfversammlung eingeladen. Die Versammelten legten eine Gedenkminute für die Verstorbenen ein. Dass die Hinterbliebenen das Mitgefühl einer Gemeinschaft erfahren und dass sie mit anderen nochmals über die Umstände sprechen können, kommt nicht häufig vor.  Meistens bleiben sie allein mit ihrer Trauer und Verzweiflung. Das Familienoberhaupt ist plötzlich nicht mehr da. Was ist nun zu tun? Fragen über Fragen…  Wir sahen Waisenkinder, deren Vater und Mutter sich das Leben genommen hatten. Manchmal waren es Restschulden von gerade mal 80,- Euro die nicht mehr zurückgezahlt werden konnten. Unsere Erfahrungen mit den Vorläuferprojekten haben gezeigt, dass die betroffenen Familien froh sind, wenn wir ein Guthaben für die Ausbildung der Kinder auf ihrem Bankkonto deponieren.  Jede Familie erhielt 35.000 Rupees, das sind umgerechnet ca. 500,- Euro.

 

Waisenkinder von Kleinbauern in Indien

Waisenkinder von Kleinbauern in Indien